Geförderte Ateliers für Künstlerinnen und Künstler in Bruneck

Der neue Ausschuss des Museumsvereins Bruneck hat sich die Förderung von Kunst- und Kulturschaffenden zu einer der zentralen Aufgaben gemacht. Eine belebte Kunstszene stellt für das gesellschaftliche Leben eine enorme Bereicherung dar. Daher soll die Arbeit der professionell arbeitenden Künstler*innen in Bruneck und Pustertal einem Aufwertungsprozess unterworfen und dementsprechend gefördert werden. Die Förderung erfolgt in Form von Zuverfügungstellung vergünstigter Arbeitsräume.

Ein Atelier ist für eine Künstlerin oder einen Künstler nicht nur ein Ort der Produktion, sondern fungiert auch als Denk- und Kommunikationsraum. Ein passendes Atelier zu finden ist oft vor allem aufgrund der zu hohen Mietpreise gar nicht so leicht, deshalb gibt es in vielen europäischen Groß- und Kleinstädten bereits seit geraumer Zeit diverse Atelierförderprogramme. Der Museumsverein Bruneck hat nun ebenso eine Möglichkeit geschaffen, Künstlerinnen und Künstler für einen begrenzten Zeitraum vergünstigte Atelierräumlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Die Gemeinde Bruneck stellt dem Verein hierfür zwei Räumlichkeiten zu vergünstigten Konditionen zur Verfügung: einen in der Europastraße und einen weitereren im Haus der Vereine. Als Gegenleistung sollen die Künstler*innen, die sich in die vergünstigten Ateliers für eine gewisse Zeit einmieten, aktiv am Kulturleben der Stadt teilhaben. Auch an der Hauswandgestaltung des neu entstehenden Kunstraums sollen sie sich beteiligen, indem sie darauf ihr künstlerisches Zeichen hinterlassen. Der Museumsverein möchte nun bei den Kunstschaffenden vorfühlen, wie groß der Bedarf an diesen Räumlichkeiten ist.

Interessierte Künstler*innen sind herzlich dazu eingeladen, sich per Mail (info@stadtmuseum-bruneck.it) an den Museumsverein Bruneck zu wenden. Der Museumsverein wünscht sich, Künstler*innen mit den physischen Atelierräumen auch offene Denkräume zu geben, in denen sie ihre Ideen entfalten können.

DURCH DIE LINSE BETRACHTET. Brunecker Fotografen Ernst Mariner und die Familie Kofler

Neuerscheinung

Der Bildband mit ausgewählten Werken von Ernst Mariner sowie der Fotografenfamilie Kofler ist erschienen!

Durch den kreativen Blick der Brunecker Fotografen und ihren aufmerksamen Beobachtungen, sind einmalige Aufnahmen der Stadt Bruneck, ihren BewohnerInnen sowie ihrer Umgebung erhalten geblieben. Die Publikation erlaubt einen spannenden Blick auf jenes, das die Fotografen durch ihre Linsen betrachteten.

Der Katalog ist im Stadtmuseum Bruneck, im Buchladen am Rienztor sowie in der Athesia Bruneck erhältlich.

Katalog: FRANZ KEHRER

25,00€

Der Museumsverein Bruneck hat dem vielgeschätzten Künstler Franz Kehrer eine neue, aktuelle und umfassende Publikation mit Textbeiträgen von Eva Gratl, Kulturpublizistin, und Gabriele Stöger-Spevak, Kuratorin des künstlerischen Nachlasses von Fritz Wotruba, gewidmet. 

Der Gadertaler Bildhauer, Grafiker und Zeichner ist mit einer Vielzahl an sowohl sakralen als auch profanen Werken aus Bronze, Marmor, Gips, Kalkstein und Holz an öffentlichen Plätzen und in Kirchen Südtirols vertreten, aber auch außerhalb der Grenzen findet sein Schaffen große Anerkennung. Das gesamte Ouvre des Künstlers wird in der neuen Publikation neu beleuchtet und gebührend gewürdigt.

Arbeitskreis Druckgrafik

Katalog: HERMANN MAHL - Pionier der Farbfotografie im Pustertal

Preis: 15,00€

...Tauchen Sie ein in die Vergangenheit, schlüpfen Sie in die Rolle des aufmerksamen Beobachters, Besitzer der Mahl’schen Buchdruckerei, Herausgeber des Pusterthaler Boten und Ausschussmitglied des 1912 gegründeten Museumsvereins und sehen Sie Bruneck und Umgebung mit den Augen des weltoffenen und kunstinteressierten Brunecker Hobbyfotografen Hermann Mahl.

Die ersten Farbfotografien nach dem Autochrome Verfahren, wurden am 10. Juni 1907 von den Erfindern, den Brüdern Lumière aus Lyon vor einer begeisterten Menge von Journalisten und Fotografen in Paris der Weltöffentlichkeit vorgestellt. Knapp vier Monate später fand bereits die erste Ausstellung von Farbfotografien des Hobbyfotografen Hermann Mahl in seiner Buchhandlung in der Brunecker Stadtgasse statt. Wie Mahl innerhalb so kurzer Zeit an diese „revolutionären“ Autochrome gekommen ist, kann nicht mehr eruiert werden. Fest steht aber, dass er als Vertreter des Bildungsbürgertums sehr weltoffen, kunstinteressiert und viel gereist war und offensichtlich gute Kontakte zur europäischen Kunst- und Fotografie-Szene pflegte...